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5 years ago

La Loupe Kampen Sylt & Lech Zürs

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Momente des Glücks Dicker Pulli, Schal und sicherheitshalber noch eine Mütze. Wir müssen uns beeilen, denn gleich geht die Sonne unter und bis zum Roten Kliff sind es noch ein paar Schritte. Vorbei an der Uwe-Düne, dann erstreckt sich die unfassbare Weite des Meeres vor unseren Augen. Ein Moment wie dieser ist vergleichbar mit einer Fahrt über den Flexenpass in Richtung Lech – Augenblicke mit so viel Gefühl, dass einem die Worte fehlen. Wir genießen das Panorama hoch über dem rauschenden Meer, erblicken Menschen, die gemütlich am Strand spazieren gehen oder in den Strandkörben die Ruhe genießen. Auf der Treppe ist noch ein Bankerl frei, wir warten auf den Sonnenuntergang. Dann ist es soweit: Als uns die letzten Strahlen küssen, sind die 1.032 Kilometer im Auto von Lech und Zürs bis nach Kampen fast vergessen. Es hat sich gelohnt! Wir tauschten Bergschuhe und Kaiserschmarren gegen Badehose und Fischbrötchen. In dieser Sonderausgabe wanderten wir auf den Spuren der 20-jährigen Partnerschaft und machten für Sie Unterschiede in der Landschaft und im Dialekt, aber auch die vielen Gemeinsamkeiten ausfindig. Lassen Sie sich überraschen ...

THOMAS SAMSON IM WORDRAP

THOMAS SAMSON IM WORDRAP Mit dem Arlberg verbindet mich ... das ist meine Heimat! Und Lech Zürs ist mein Skigebiet! Ich könnte mir Lech nicht vorstellen ohne ... Schnee im Winter! Und was dürfte in Kampen nicht fehlen? Gute Gastronomie mit hochwertigem Service, das gehört sowohl in Kampen als auch in Lech dazu. Das darf in einem guten Restaurant niemals fehlen? Stimmung, Ambiente und natürlich die Gäste. Das beste Take-away-Essen? Zu später Stunde wie jetzt: Alles, was warm ankommt. Der Dorfkrug, ein Gasthaus oder Wirtshaus? Definitiv ein Wirtshaus. An den Strand nehme ich mit … meistens mein Surfbrett! Aber noch viel mehr nehme ich nach einem Tag am Meer vom Strand mit. L.L. Herr Samson, Ihre Heimat ist Vorarlberg. Wie hat es Sie auf die Nordseeinsel Sylt und nach Kampen verschlagen? T.S. Nach meiner ersten Saison am Arlberg hat mich Greta vom Restaurant Rauchfang 1998 vom Edelweiß-Tresen in Zürs für die Saison in Kampen angeheuert. Mit meinen Kollegen Toni Petscharnig und Werner Grissemann habe ich dann gefühlt fünf Monate lang durchgearbeitet und wollte eigentlich nie mehr nach Sylt zurückkommen. Irgendwann im Laufe des nächsten Winters hat mich Greta wieder gefragt und mir ein unmoralisches Angebot unterbreitet. Bei meinem zweiten Aufenthalt habe ich mich dann in die Insel verliebt und bin acht Jahre am Stück geblieben, bis 2007. L.L. Lech Zürs und Kampen feiern gerade ihre 20-jährige Partnerschaft und Sie waren bereits in beiden Orten zuhause. Was verbindet Ihrer Meinung nach die beiden Topdestinationen? T.S. Die Gäste natürlich, weil es zum großen Teil die gleichen sind. Aber auch die Liebe zum familiär geführten, qualitativ hochwertigen Service. Jeder kennt jeden und jeder zeigt den größten Einsatz. Für uns ist es nicht nur ein Job, hier hat man einen besonderen Bezug zu seiner Bar, zu seinem Hotel. Die Barkultur im Edelweiß in Zürs hat eine beispiellose Tradition auf allerhöchstem Niveau. Diesen Standard findet man höchstens in internationalen Großstädten wie London, New York und Berlin. Zu Beginn meiner Karriere war mir das gar nicht so richtig bewusst, aber es wurde mir dann schon eingetrichtert. Grissemann, Privat bin ich … (lacht) hoffentllich wohlwollend gemeint? Dann würde ich sagen ein Hallodrio. 90

damals als Barchef, war noch von der harten Schule, ein harter Hund, aber gepaart mit seiner Feierkultur für mich ein perfekter Lehrmeister. Strand & Piste L.L. Stimmt es, dass viele Betriebe in Kampen, ähnlich wie in Lech, noch vom Eigentümer selbst geführt werden? T.S. Ja, hier ist alles sehr personenbezogen. Jeder Gastronom mag seine Eigenheiten haben, aber jeder hat auch seine Stammgäste. Ich nenne sie immer die „Dinosaurier-Gastronomen“, weil sie eine aussterbende Spezies sind. L.L. Mittlerweile kennen Sie die kleine Gemeinde auf Sylt wie Ihre eigene Westentasche. Was würden Sie einem Lech-Gast in Kampen empfehlen? T.S. Einem Lecher Gastronom würde ich empfehlen, einmal in der Nebensaison im Winter für vier Tage nach Kampen zu fahren. Das ist das Paradies! Einem Gast, der noch nie hier war, rate ich, wettertechnisch die kleinsten Erwartungen zu hegen und unabhängig von der Jahreszeit alles Mögliche einzuplanen – es kann im August dauerhaft regnen und dafür im Herbst wunderbar warm sein. Man sollte am besten von der Badehose bis zur Daunenjacke alles einpacken. Aber wenn es passt, gibt es kaum einen schöneren Ort – hier gibt es so viele einsame Plätzchen in der Natur zu entdecken. Abgesehen davon ist natürlich die hochwertige, mit Lech vergleichbare Gastronomie eine Reise wert. Thomas Samson DORFKRUG Braderuper Weg 3, 25999 Kampen/Sylt Tel. +49 174 7788233 info@dorfkrug-kampen.com, www.dorfkrug-kampen.com 91