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Der moderne Weltenbummler ist immer auf Achse. Und sein Gepäck bereits randvoll mit besonderen Unikaten und einzigartigen Erlebnissen. Kein Problem! La Loupe findet auch in digitaler Version Liebhaber: Sämtliche Ausgaben des Magazins sind im Kiosk verfügbar und lassen sich ganz einfach online durchstöbern. Gleich ausprobieren und inspirieren lassen!

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5 years ago

La Loupe Garmisch-Partenkirchen NO. 4

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Im Gleichschritt mit der Zeit Bei jedem Besuch in Garmisch-Partenkirchen darf man sich auf Altbekanntes und Neues freuen. Wie kaum woanders bleibt man hier seinen Werten treu, besinnt sich auf seine Traditionen und verknüpft diese Lebenseinstellung doch mit der Moderne. Der Zugspitzort geht mit der Zeit und diese positive Entwicklung ist an vielen Ecken sicht- und spürbar: 2017 eröffnet die neue Seilbahn Zugspitze und überrascht mit herausragender Architektur und einzigartigem Know-how. Das sind aber nur wenige Punkte von vielen – alle, die neugierig sind und etwas ausprobieren wollen, sind am Fuße der Zugspitze richtig. Wir blicken mit offenen Augen in die Zukunft und freuen uns auf viele weitere Besuche im schönen Garmisch-Partenkirchen.

„Obwohl wir sehr

„Obwohl wir sehr bodenständig sind, lassen wir uns auch von anderen Einflüssen inspirieren. Das finden wir sehr spannend.“ „An Feiertagen schlüpfe ich gerne in meine ganz traditionelle Tracht. Das ist dann meine Lieblingstracht, weil man hier merkt, woher sie kommt und diese Rückbesinnung sehr gut tut.“ 102 L.L. Wann macht der Berg mehr Spaß? Im Sommer oder im Winter? F.G. Ich bin leidenschaftlicher Skifahrer und verbringe jede freie Minute auf der Piste. Aber es gibt nichts Schöneres, als im Sommer einen einsamen Gipfel zu besteigen und dabei zur Ruhe zu kommen. Ich kann mich gar nicht so richtig festlegen. L.L. Nach längerem Umbau eröffneten Sie Ihr Geschäft im Herzen von Garmisch-Partenkirchen neu. Ihr Leitsatz war auch hier „traditionell und ganz modern“. Warum ist es für Sie so wichtig, diese beiden Punkte miteinander zu verknüpfen? F.G. Wenn man Gegensätze miteinander verbindet, entsteht eine Spannung. „Traditionell und ganz modern“ – diesen Leitsatz haben meine Eltern schon bei der Gründung festgesetzt. Sie wollten damit zum Ausdruck bringen, dass sie wissen, woher die Tradition und die Trachten kommen. Das ist ein Kulturmerkmal und hat einen hohen Wert. Das Moderne ist aber wichtig, um nicht im Gestern hängenzubleiben. Was wir hier machen, ist nicht nur eine museale Aufgabe, sondern wird auch weiterentwickelt. Wir besinnen uns immer wieder auf diesen Leitsatz. Einerseits gibt es eine Wertebasis, auf die wir uns stützen und andererseits wollen wir mit der Zeit gehen, erkennen die täglichen Bedürfnisse der Gegenwart und wollen auch Trends setzen. Wir möchten zeigen, dass die Tracht im Alltäglichen noch einen Platz findet und ins Morgen getragen werden kann. Der Leitsatz spielte auch beim Umbau eine wichtige Rolle. Aus dem Grund haben wir bei der Fassadengestaltung Elemente typischer Werdenfelser Bauernhäuser verwendet und im Innenraum gleichzeitig auf traditionelle Materialien gesetzt, aber auch auf moderne Anforderungen eines Verkaufsraums geachtet. Daraus entsteht dann wieder eine Spannung. L.L. Wie entscheiden Sie, welche modernen Elemente in Ihr Traditionsgeschäft einziehen und wie mutig darf man sein, um den klassischen Kunden nicht zu vergraulen? F.G. Eine Checkliste hatten wir nicht – das ist Gefühlssache, egal ob es das Sortiment oder den Raum betrifft. Außerdem muss man seine eigene, feste Meinung bilden und zu der auch stehen. Wenn man nach Gefühl handelt und entscheidet, ist

dieses Gefühl auch echt und man kann dahinterstehen. Deswegen kann man schwer in Worte fassen, welche Elemente erlaubt sind und welche nicht. Grundsätzlich haben wir ein großes Problem mit Kitsch. Wir wollen keinen Kitsch, ganz egal ob bei Bekleidung oder bei Wohnaccessoires. Wir wollen bodenständige und authentische Materialien verwenden und diese auch so verarbeiten. Oft macht es auch die Mischung aus traditionellen und modernen Elementen aus. Shopping & Lifestyle L.L. Wie kam der Umbau bei den Kunden an? F.G. Wir hatten große Befürchtungen, dass es eine lange Phase der Erklärung braucht. Das war aber nicht so und das Echo war sehr positiv, was uns natürlich gefreut hat. Laut Feedback fühlen sich die Leute wohl und das war auch unser größter Wunsch. Wir wollen einen Ort, an dem man sich gerne aufhält und an dem man sich trifft. In dieser Hinsicht waren wir wohl sehr erfolgreich und das freut uns. L.L. Am Umbau waren vorwiegend einheimische Handwerksbetriebe beteiligt. Lag das daran, dass nur sie das handwerkliche Know-how für die Erweiterung des Hauses aufbringen konnten oder stand eher die Idee im Vordergrund, Handwerker aus der Region wirtschaftlich an das Haus Grasegger zu binden? F.G. Wir als Grasegger haben uns schon sehr früh ein Leitbild verpasst, das wir auch mit unseren Mitarbeitern erarbeitet haben. Das besagt: „Wir sind ein Haus aus der Region, für die Region.“ Und das bedeutet auch, dass wir alles, was in der Region möglich ist, mit Partnern aus der Umgebung erarbeiten. Eine starke Region ist das A und O, um Kaufkraft am Ort zu schaffen und die Region attraktiv zu halten. Wenn wir kein Handwerk mehr haben, fallen unsere Lehrstellen weg und die jungen Leute können hier keinen Beruf mehr ausüben. Dieses Handwerk zieht auch die Touristen nach Garmisch-Partenkirchen. FRANZ GRASEGGER IM WORDRAP Loden- oder Lederhosen? Lederhose. Jeans und ... Trachtenweste … geht immer! Von den vorherigen Generationen habe ich gelernt … bodenständig zu sein. Als Kind wollte ich … erst Müllfahrer und dann Papst werden. Dirndl mag ich … sehr, sehr gern. 103